Samstagvormittag, 9. Mai, Marktplatz Glonn: Vor Metzger- und Brotladen erklingen Lieder, die zum Zuhören einladen. Es ist Europatag – und die OMAS GEGEN RECHTS der Regionalgruppe Ebersberg haben sich mitten im Herzen von Glonn versammelt, um ein sichtbares und hörbares Zeichen für Europa und für Demokratie, Zusammenhalt und Menschlichkeit zu setzen.
Mit Liedern, Plakaten und Flyern erinnern sie an das, was Europa ausmacht: Frieden, Freiheit, Menschenrechte, Respekt und Toleranz. Und ihre Botschaft kommt an. Immer wieder bleiben Passanten stehen – junge Menschen, Familien mit Kindern und ältere Glonnerinnen und Glonner. Manche hören einfach zu, andere singen spontan mit. Viele schauen interessiert auf die Plakate oder schreiben ihre Wünsche und Hoffnungen für Europa auf grüne Papierblätter für den EU-Wünschebaum.
Besonders bewegend sind die Liedzeilen, die über den Platz klingen:
„Unsre Enkel wollen auch in Freiheit leben,
darum steh‘n wir Omas heute wieder hier.“
Und weiter:
„Ja wir Omas fahren gern in andre Länder
und wir schauen übern Tellerrand hinaus.
Darum sind wir für‘s vereinigte Europa,
wir wissen nur gemeinsam sind wir stark.“
Die Lieder erzählen von Erfahrung, von Erinnerungen und von Verantwortung. Sie machen deutlich, warum sich die OMAS GEGEN RECHTS engagieren – nicht aus Nostalgie, sondern aus Sorge um die Zukunft und aus der Überzeugung, dass Demokratie nie selbstverständlich ist.
Sogar „Frau Europa“, gekleidet in ein dunkelblaues Gewand mit den goldenen Europa-Sternen, schaut vom benachbarten EU-Fest vorbei und mischt sich unter die Sängerinnen und Zuhörer. Der Marktplatz wird an diesem Vormittag zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs.
Zum Abschluss erklingt eine Botschaft, die viele zum Schmunzeln bringt und zugleich nachdenklich macht:
„Seid gescheit, ihr Leut‘, und hört auf eure Omas,
denn wir kennen die Geschichte ganz genau.“
Und genau das wird an diesem Europatag in Glonn spürbar: Demokratie lebt vom Mitmachen – und sie lebt von Menschen, die ihre Stimme erheben.
