Empörung oder Ressentiment?

Der Kommunikationsberater und Publizist Dr. Alexander Wolf, Leiter des Hauptstadtbüros der Hanns-Seidel-Stiftung, beschäftigt sich in einem aktuellen Beitrag mit einer angesichts des wachsenden Zuspruchs für die AfD wichtigen Frage: Wo endet berechtigte Empörung über politische und gesellschaftliche Missstände, und wo beginnt Ressentiment?

Sein zentraler Gedanke: Empörung will Veränderung. Ressentiment dagegen braucht dauerhafte Schuldige. Eine lesenswerte Unterscheidung – gerade in einer Zeit, in der Frust und Unzufriedenheit zunehmend politisch mobilisiert werden.

Sein Schlussgedanke, eine Frage, die sich alle vor jeder Wahlentscheidung stellen sollten:
„Für den Einzelnen bleibt eine einfache Prüffrage: Will ich, dass es besser wird, oder will ich, dass es den anderen schlechter geht? Die erste führt zu Kritik, Engagement, Wahlentscheidungen aus Interesse. Die zweite führt in die Selbstvergiftung, und die trifft am Ende nicht die da oben. Der Frust ist das wert, was man aus ihm macht, das Ressentiment ist es nie.“

Zum Artikel „Die Selbstvergiftung der Seele“